Stadtteile
Unsere Stadtteile – Vielfalt in jeder Ecke
Bad Laasphe besteht aus einer lebendigen Kernstadt und zahlreichen charmanten Stadtteilen, die zusammen ein vielfältiges Ganzes bilden. Jeder Ortsteil hat seinen eigenen Charakter, seine Geschichte und besondere Traditionen, die Bad Laasphe zu einer Stadt mit Herz und Identität machen.
Ob in den Tälern der Lahn, auf den Höhen des Wittgensteiner Landes oder in idyllischer Waldrandlage – überall spürt man die Verbundenheit der Menschen zu ihrer Heimat. Entdecken Sie die einzelnen Stadtteile, lernen Sie ihre Besonderheiten kennen und erleben Sie, was Bad Laasphe so einzigartig macht: eine starke Gemeinschaft inmitten wunderschöner Natur.
Amtshausen
Der Name Amtshausen, früher geschrieben „Amptshausen“, geht nach Meinung der Heimatforscher auf den althochdeutschen Namen „Ambert“ zurück. Die erste gesicherte Erwähnung geht auf eine Urkunde aus dem Jahre 1489 zurück.
Indem Graf Johann von Wittgenstein dem Sankt Antoniusorden in Frosdorf den Bauern Adam Banff aus Amtshausen zum Gotteslehn opferte (zum Hörigen des Ordens machte).
Das einschneidenste Ereignis war wohl der Bau der Eisenbahn Ende des 18. Jahrhunderts. Hunderte von Arbeitern waren in dem bergigen Gelände hier beschäftigt. Es gab Zimmervermietungen, eine Bäckerei mit Lebensmittelladen, Schuster, Schreiner und auch ein Wirtshaus.
Amtshausen ist der nördlichste Teil des Stadtgebietes, umrahmt von den höchsten Bergen Wittgensteins (Ebschloh 684 m / Hohes Haupt 653 m). Viele der größeren Wanderstrecken führen um den Ort (Lahn-Höhenweg, Wittgensteiner-Höhenweg usw.)
Amtshausen hatte bis Ende 2010 noch eine eigenständige Wasserversorgung. Danach kam der Anschluss an die Obernautalsperre.
Zu Pfingsten wird seit vielen Jahrzehnten der Pfingstbaum aufgestellt, die Kinder des Ortes folgen der Tradition und gehen Pfingstsonntag als Pfingstlümmel von Haus zu Haus.
Banfe
Obwohl Banfe 1329 erstmals urkundlich erwähnt wird, ist sich die Heimatforschung einig, dass der Ort mit großer Wahrscheinlichkeit zu den ältesten Siedlungen Wittgensteins gehört. Bodenfunde, wie das Steinbeil aus der „Wachtel“ sowie Topf- und Schüsselfragmente aus dem „Auerbach“, belegen außerdem die Anwesenheit von Menschen schon vor 4000 und 2000 Jahren im Gebiet des heutigen Dorfes.
Nach einer kurzen Zugehörigkeit zum Großherzogtum Hessen-Darmstadt wurde Wittgenstein 1816 preußisch und in die fünf Ämter Arfeld, Banfe, Berghausen, Erndtebrück, Girkhausen und die beiden amtsfreien Städte Berleburg und Laasphe aufgeteilt. Zur langsam einsetzenden Aufwärtsentwicklung des Ortes trugen der Bau der sogenannten „Kunststraße“ 1863 durch das Banfetal, der Bau einer gemeindlichen Wasserleitung 1898 und die Einführung des elektrischen Stroms 1921/22 bei. 1904 wurde auch das heutige Schulgebäude errichtet.
Die Dorfgemeinschaft zeichnet sich durch ein reges Vereinsleben aus. 1965 wurde das über die Region hinaus bekannte Heimatmuseum errichtet.
Bermershausen
Eingebettet zwischen Kratzenberg (500m ü. N.N.) und Gottelsberg (570m ü. N.N.) liegt das über 525 Jahre alte Bermershausen in landschaftlich reizvoller Lage. Viele Wanderwege durch Laub- und Nadelwälder bieten dem Erholungssuchenden Orte der Entspannung und Besinnung.
Wahrzeichen des Dorfes ist der auf etwa 500 Meter Höhe stehende Scharfenstein, von welchem man einen herrlichen Blick bis zum Bad Laaspher Schloss hat. Der Scharfenstein, ein etwa acht Meter hoher Felsen, wurde bereits im 15. Jahrhundert erwähnt. Überlieferungen zufolge haben die Einwohner sich damals erzählt, dass sich dort des Nachts Dämonen trafen. Auch soll vor etwa 150 Jahren ein unterirdischer Gang vom Scharfenstein zum Bad Laaspher Schloss geführt haben.
Bernshausen
Bernshausen ist ein kleines Dorf mit rund 24 Häusern. Vor über 700 Jahren gegründet, hieß es ursprünglich Berndshausen, benannt nach einem Adeligen gleichen Namens.
Früher stand in Bernshausen noch eine Burg, von der aber heute nichts mehr zu sehen ist. Bis vor wenigen Jahren bewahrten die Einwohner im ehemaligen Burgkeller noch ihr eingemachtes Gemüse auf. Mitten im Rothaargebirge gelegen, lädt die wunderschöne Landschaft um das Dorf zum Wandern und zur Erholung ein. Es gibt hier sogar ein Selbstversorgerhaus für Freizeitgruppen, Schulklassen,etc., das vom Blauen Kreuz Siegen-Eiserfeld unterhalten wird.
Besucher des Dörfchens können auch heute noch die ursprüngliche Wittgensteiner Landwirtschaft erleben. Ein Bauer im Ort arbeitet noch nach den alten Traditionen. So ziehen beispielsweise nach wie vor Kühe den Heuwagen bei der Ernte.
Feudingen
Alle Infos zu Feudingen unter: https://feudingen-online.de/
Fischelbach
Fischelbach wird erstmals 1233 in einer Urkunde des Klosters Haina erwähnt.
Großenbach
Das 650 Jahre alte Dörfchen Großenbach ist der kleinste, aber auch der höchstgelegene Ortsteil von Bad Laasphe. Durch seine exponierte Lage hat sich Großenbach wie kein anderer Ortsteil von Bad Laasphe seinen ursprünglichen, ländlichen und naturnahen Charakter bis heute bewahren können.
Durch seine geographische Lage am Hauptkamm des Rothaargebirges ist Großenbach ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen zur Lahnquelle, zur Siegquelle und zum Rothaarsteig. Fast alle Fernwanderwege in Siegen-Wittgenstein führen in unmittelbarer Nähe an Großenbach vorbei. Aufgrund der guten Schneelage im Winter bietet das Dörfchen auch ideale Voraussetzungen für Langläufer.
Herbertshausen
Herbertshausen ist über 650 Jahre alt. Die 600-Jahr-Feier fand 1965 statt. Die Bevölkerung des Ortes pflegt ein reges Gemeinschaftsleben. Dazu gehören zahlreiche Vereine und zwei Backhausgemeinschaften, die noch nach alter Tradition Brot und Kuchen backen. Auch das Bürgerhaus wird für gemeinsame Veranstaltungen gerne genutzt. Von Herbertshausen aus gibt es viele Möglichkeiten zu ausgiebigen Wandertouren. Eine der schönsten führt vom Dorf über die Schlesierbank (mit herrlichem Ausblick ins Banfetal) zum Großgemeindestein.
Die Ortschaft Herbertshausen ist seit der kommunalen Neugliederung im Jahr 1975 der geographische Mittelpunkt von Bad Laasphe. Der Großgemeindestein in der Gemarkung Herbertshausen soll an dieses Ereignis erinnern. Er ist inzwischen zu einem beliebten Ausflugs- und Wanderziel geworden.
Hesselbach
Hesselbach wird im Jahr 802 im Zusammenhang mit einer Schenkung an das Kloster Fulda erstmalig erwähnt. Zwei Drittel der 883 ha Gesamtfläche der Gemarkung Hesselbach sind mit Wald bedeckt. Weitere 25 Prozent der Fläche werden als Garten- und Ackerland genutzt. Umrahmt von Mittelgebirgskämmen liegt das Dorf in malerischer Randlage abseits von Verkehr und Lärm.
Aufgrund der Höhenlage (450-624 m über N.N. ) bietet der Ort vielfältige Möglichkeiten, Freizeit und Urlaub aktiv zu gestalten, aber auch hervorragende Erholungsmöglichkeiten für den Ruhe suchenden Gast. Für Wintersportler steht ein Skihang mit Schlepplift und Beschneiungsanlage sowie ein 60 km umfassendes Langlauf-Loipennetz zur Verfügung. Auch für Gleitschirmflieger (Flugschule vor Ort), Mountainbiker und besonders Wanderer sind die Bedingungen ideal.Das Wegenetz, der am Zuweg des Rothaarsteigs gelegenen Gemeinde bietet vielfältige Wandermöglichkeiten sowohl für sportliche als auch für weniger geübte Wanderer. Das Freibad, ein Sportplatz, Kneipp-Becken und Grillplätze runden die Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten ab.
Im idyllischen Dorfkern mit seiner teilweise noch landwirtschaftlichen Prägung und seinen winkligen Straßenläufen findet man neben Übernachtungsmöglichkeiten in Gasthöfen, Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen auch die Spuren einer intakten Dorfgemeinschaft und eines regen Vereinslebens. Die Vereinsmitglieder tragen wesentlich zur gepflegten Erscheinung des Dorfes bei und sind Initiatoren zahlreicher kultureller, sportlicher und geselliger Veranstaltungen. Besondere Ereignisse sind dabei der herbstliche Viehabtrieb, das traditionelle Pfingstbaumaufstellen und Gottesdienste, die musikalisch vom örtlichen Posaunenchor begleitet werden.
Holzhausen
Holzhausen ist einer der nördlichsten Ortsteile von Bad Laasphe und grenzt an das benachbarte Erndtebrück und an Bad Berleburg. Die Geschichte der Ortschaft läßt sich bis in das Jahr 1344 zurückverfolgen.
Unterhalb des Welschenbaches liegt Holzhausen in einer Talmulde, unmittelbar an der B62. Weitläufige Nadel- und Laubwälder laden zum Wandern und zur Erholung ein. Oberhalb von Holzhausen verlaufen die Hauptwanderwege X2 und X18 in Richtung Stünzel. Unterhalb der Ortschaft führt der gut ausgezeichnete Radwanderweg Lahn entlang, der bis nach Lahnstein am Rhein reicht.
Kunst-Wittgenstein
Der Bad Laaspher Ortsteil Kunst Wittgenstein liegt zwischen der Kernstadt und Saßmannshausen an der Bundesstraße B62 direkt neben der Lahn. Der Name „Kunst Wittgenstein“ leitet sich von einer sogenannten „Wasserkunst“ ab, einer Wassergewinnungs- und Pumpanlage für das Schloß Wittgenstein, die bereits 1763 den täglichen Wassertransport mittels von Pferden gezogenen Wasserwagen ablöste.
Kunst Wittgenstein war darüber hinaus lange Zeit ein wichtiger Industriestandort. Dort hatten die Eisenwerke Friedrichshütte ihren Sitz, die aus dem „Laaspher Hammer“ hervorgegangen waren. 1799 wurde dort der erste Hochofen angeblasen. Ab 1860 wurden hauptsächlich Öfen und Heizgeräte hergestellt. Die Gebäude des ehemaligen Eisenwerkes sind heute noch vorhanden. Sie werden inzwischen aber von der Raiffeisengenossenschaft und dem städtischen Bauhof genutzt. Außerdem befindet sich dort eine Reihe kleinerer, mittelständischer Betriebe.
Auf der Kunst, wie man in Bad Laasphe sagt, befindet sich auch eine Reitanlage, die insbesondere von Kindern und Jugendlichen besucht wird. An der 1854 erbauten Carlsburg vorbei verläuft auch der beliebte Lahn-Rad- und Wanderweg.
Laaspherhütte
Die Ortschaft Laaspherhütte liegt im unteren Banfetal zwischen Bad Laasphe und Banfe.
Ganz in der Nähe von Laaspherhütte befindet sich der Großgemeindestein, der den geographischen Mittelpunkt der Stadt Bad Laasphe mit ihren Ortsteilen darstellt. Er wurde 1975 errichtet und ist über verschiedene gekennzeichnete Wanderwege erreichbar.
Der Name „Laaspherhütte“ lässt sich auf ein Hüttenwerk zur Eisenverhüttung zurückführen, das hier um 1580 herum oder sogar noch früher betrieben wurde. Genaueres hierzu ist leider nicht bekannt. Informationen über die Geschichte der Eisenverhüttung in Wittgenstein finden sich aber im Heimatmuseum Banfe.
Niederlaasphe
Niederlaasphe grenzt direkt an den östlichen Ortsrand von Bad Laasphe. 1307 wurde die Ortschaft zum ersten Mal urkundlich erwähnt.
Der alte Dorfkern von Niederlaasphe mit dem 1881 errichteten und nach wie vor genutzten Backhaus bildet das historische Zentrum des Dorfes. Neben der Landwirtschaft prägten vor allem eine Mühle und der „Hammer“ die strukturelle und wirtschaftliche Entwicklung der Ortschaft. Noch heute sind Teile der ehemaligen Amalienhütte mit dem angrenzenden Hüttenweiher vorhanden. In unmittelbarer Nähe der Amalienhütte befindet sich auch das wirtschaftshistorisch bedeutende Industriemuseum Trafostation.
In den vergangenen Jahren nahm Niederlaasphe mehrfach mit Erfolg am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ teil. Neben zahlreichen 1. und 2. Preisen konnten dabei auch mehrere bronzene und silberne Plaketten errungen werden. 1999 erhielt Niederlaasphe zudem einen Sonderpreis des Tourismusverbandes Siegen-Wittgenstein für die Vernetzung verschiedener touristischer Angebote in Verbindung mit dem Lahn-Rad-Wanderweg. Im Jahr 2000 wurde die Ortschaft erneut mit der Bronzeplakette des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.
Aufgrund seiner Lage in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bundesland Hessen bietet sich Niederlaasphe als Ausgangspunkt für Radwanderungen entlang der Lahn in Richtung Marburg geradezu an. Ebenso reizvoll ist aber auch die Erkundung der Umgebung von Niederlaasphe auf Schusters Rappen.
Oberndorf
Oberndorf liegt am Fuße des Abergs und des Ebschloh sowie „Unterm Dille“, am Übergang zum Edertal. Hier verläuft auch die Gemarkungsgrenze zwischen Bad Laasphe und Erndtebrück sowie die Sprachgrenze zwischen Lahn- und Edertal. Der Ortsteil Oberndorf ist geteilt in Oberdorf-Dorf und Oberndorf-Bahnhof. Mitten durch das Bahnhofsgebäude verläuft die Ortsgrenze zwischen Oberndorf und Rückershausen. Oberndorf, idyllisch gelegen in einem kleinen Seitental der Lahn, ist Ausgangspunkt sowohl für kurze als auch ausgedehnte Wanderungen. Zu den beliebesten Strecken gehört zweifelsohne der Rothaarkamm.
Sehr beliebt und weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist der Männergesangverein Oberndorf-Rüppershausen sowie der gleichnamige Frauenchor.
Am Fuße des „Dille“ hat der Modellfliegerclub Wittenstein sein Vereinsheim errichtet. Weiter unterhält er dort einen „Flugplatz“ für Starts und Landungen.
Weitere Höhepunkte der Dorfgemeinschaft sind das alljährliche Schützenfest sowie das Jahrestreffen der Zweiradveteranenfreunde Wittgenstein.
Puderbach
Puderbach zählt zweifelsohne zu den schönsten Dörfern Wittgensteins. Hier befindet sich mit der Wehrkirche auch die älteste Kirche des Wittgensteiner Landes. Sie stammt aus dem Beginn des 13. Jahrhunderts.
Besonders für den Ruhe und Erholung suchenden Gast bietet Puderbach ideale Voraussetzungen. Ein gut ausgebautes Netz von Wanderwegen lädt zu kleineren und größeren Spaziergängen sowie zu ganztägigen Wandertouren ein. Durch die vorteilhafte Lage in unmittelbarer Nähe zur Kernstadt von Bad Laasphe kann der Besucher die dort vorhandenen Freizeiteinrichtungen und gastronomischen Angebote problemlos nutzen.
Rückershausen
Rückershausen liegt im malerischen Oberen Lahntal, umsäumt von weichen, bewaldeten Höhenzügen. Namentlich wurde der Ort 1492 erstmalig erwähnt.
Rückershausen bietet nicht nur im Sommer eine wundervolle Landschaft, die zum Wandern und zur Erholung einlädt. Im Winter wird die Ortschaft zu einem beliebten Wintersportzentrum mit einem weitverzweigten Loipennetz, Abfahrtshängen und der Möglichkeit zum Skispringen auf der kleinen und großen „Lahntalschanze“. Ein besonderes Highlight ist auch das jährliche Osterfeuer, das von der Dorfjugend veranstaltet wird.
Rüppershausen
Rüppershausen liegt im Oberen Lahntal. Seit 1437 ist die Ortschaft unter dem Namen „Ruprachtishusen“ bekannt.
Rüppershausen liegt in einem von Wäldern umgebenen Tal. Viele Wanderwege führen von hier aus beispielsweise zum Hohenhaupt oder auf die Leimstruth. Felder und Wiesen werden nach wie vor landwirtschaftlich genutzt. Eine besondere Attraktion ist die „Alte Brache“ mit einer schönen Festhalle, die von den Einwohnern selbst errichtet wurde. Von Rüppershausen sind es nur wenige Kilometer nach Feudingen oder Erndtebrück.
Saßmannshausen
Saßmannshausen liegt im Norden des Stadtgebietes zwischen Holzhausen und Kunst Wittgenstein an der B62 und ist mit 6,54 km² Fläche einer der kleineren Ortsteile Bad Laasphes. Er wurde 1344 erstmals urkundlich erwähnt.
In alten Dokumenten finden sich verschiedene Schreibweisen: Saßmanshusin, Sahsmanshusen, Sachsmannshausen u. a. Um 1580 waren am Ort fünf Familien mit zusammen etwa fünfzig Personen ansässig. 1584/85 wurde das alte Dorf auf Verfügung des gräflichen Hauses Sayn-Wittgenstein-Wittgenstein in ein Hofgut umgewandelt, das der Versorgung des nahegelegenen Schlosses Wittgenstein diente. Um 1600 waren dort die Zehntscheunen, Brauerei, Brennerei und andere Gewerke untergebracht. Das Hofgut war beispielgebend für die Einrichtung weiterer herrschaftlicher Hofgüter in den Grafschaften Sayn-Wittgenstein-Wittgenstein (Hohenstein) und Sayn-Wittgenstein-Berleburg.
Charakteristisch für Saßmannshausen ist sein sehr dörflich geprägter, in einem Tälchen gelegener Ortskern rund um das Spritzenhaus. Die alten Steinmauern und liebevoll gestalteten Straßenräume laden zum Verweilen im Ort ein. Die Lahnaue sowie der europäische Fernwanderweg E1/X18 bieten Anwohnern und Besuchern Möglichkeiten für naturnahe Aktivitäten wie v.a. Wandern und Radfahren.
Steinbach
Steinbach gehört mit einer Fläche von 3,36 km² zu den kleineren Ortschaften Bad Laasphes und liegt im Nordwesten des Stadtgebietes an einer Verbindungsstraße zwischen Rüppershausen und Holzhausen. Die Ortschaft wurde 1465 zum ersten Mal erwähnt. Die ältesten, erhaltenen Häuser stammen aus der Zeit um 1600.
Wanderwege am Ortsrand rund um den Steinbacher Felsen laden zum Spazieren und Erkunden ein. Trotz einer geringen Einwohnerdichte hat Steinbach eine aktive Dorfgemeinschaft und Dorfjugend, welche in Eigenregie viele Projekte (wie z.B. den Bau eines Grillplatzes) umsetzt. Gemeinsam mit Rüppershausen hat Steinbach einen eigenen Schieß- und Schützenverein – den Schieß- und Schützenverein Rüppershausen-Steinbach.
Volkholz
Volkholz liegt am Oberlauf der Lahn, eingebettet in einem idyllischen Tal. Der recht kleine Ort besticht vor allem durch seine wundervolle Umgebung.
Volkholz ist nach fast allen Seiten umsäumt von Mittelgebirgskämmen, die zum Wandern und zum Genießen der noch unverbrauchten Natur einladen. Inmitten von Laub- und Nadelwäldern findet der Betrachter viele Tier-, Vogel- und Pflanzenarten.
Volkholz besteht eigentlich aus drei Ortsteilen, nämlich aus Volkholz selbst, aus Glashütte und Welschengeheu. In Welschengeheu ist man der Lahnquelle am nächsten. Außerdem befinden sich noch Sieg- und Ederquelle in der näheren Umgebung.
Das bereits über 650 Jahre alte Dorf ist land- und forstwirtschaftlich geprägt. Dies ist auch heute noch sichtbar. Ein weiterer Erwerbszweig für die Bewohner des Ortes war die Eisenindustrie im angrenzenden Siegerland. Da Volkholz verkehrsgünstig direkt an der Landstraße L 719 zwischen Bad Laasphe und Siegen liegt, war und ist dies auch heute nach wie vor immer noch der Fall.
Durch diese gute Anbindung ergeben sich optimale Möglichkeiten für Ausflugsfahrten oder einfach nur für einen Einkaufsbummel nach Bad Laasphe, oder, wer eine halbe Stunde Fahrt in Kauf nehmen will, nach Siegen oder Marburg. Wer also Ruhe und Entspannung liebt, der ist in Volkholz goldrichtig aufgehoben.
Weide
Der Ortsteil Weide liegt am Westrand des Stadtgebietes von Bad Laasphe am Fuß der 659 Meter hohen Birkenhecke. Das Dorf entstand als sogenannte „Kanonensiedlung“, vermutlich um das Jahr 1706 herum.
Weide grenzt an den Ortsteil Rückershausen. Die beiden Orte sind in jeder Beziehung eng verbunden. So werden beispielsweise alle Feierlichkeiten gemeinsam organisiert und durchgeführt.
Der ursprüngliche Name von Weide lautete „Stuppenhausen“, benannt nach den durch das Roden entstandenen Baumstümpfen (Stuppen). Dieser Name, der 1720 in einer Renteirechnung erstmals urkundlich vermerkt wurde, konnte sich aber nicht durchsetzen und so entstand aus „in den Weiden“ schließlich der heutige Name Weide. Mundartlich heißt das Dorf aber nach wie vor „In der Weide“.