Aktuelles
Weltfrauentag 2026

Der Weltfrauentag findet jährlich am 08. März statt. Seit mehr als 100 Jahren wird an diesem Tag weltweit auf Frauenrechte, die Gleichstellung der Geschlechter und bestehende Diskriminierung aufmerksam gemacht.
In der Stadtverwaltung von Bad Laasphe danken Bürgermeister Dirk Terlinden und die stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte Eni Behrens den Mitarbeiterinnen mit einer kleinen Aufmerksamkeit für ihre Arbeit.
Zahlen, Daten und Fakten:
Gender Pay Gap (Unbereinigt)
… beschreibt die Differenz zwischen den durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Frauen und Männern.
Frauen haben im Jahr 2025 in Deutschland pro Stunde durchschnittlich 16 % weniger verdient als Männer.
Die Ursachen hierfür sind vielseitig. Frauen arbeiten z. B. häufiger in Teilzeit, in schlechter bezahlten Berufen und seltener in Führungspositionen.
Gender Pay Gap (Bereinigt)
… definiert den Unterschied im durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Frauen und Männern mit vergleichbarer Tätigkeit, Qualifikation und Erwerbsbiografie.
In der gleichen Position verdient eine Frau in Deutschland im Schnitt 6 % weniger pro Stunde als ein Mann.
Gender Care Gap
… ungleiche Verteilung der nicht sichtbaren Planungs- und Organisationsarbeit im Haushalt und Familienalltag sowie Kindererziehung und Pflege von Angehörigen zwischen Frauen und Männern.
Frauen wenden pro Tag im Durchschnitt 43,4 % mehr Zeit für unbezahlte Sorgearbeit auf als Männer.
Häusliche Gewalt
… dazu zählt die Partnerschaftsgewalt als auch die Innerfamiliäre Gewalt, zwischen Eltern, Kindern, Geschwistern und anderen Angehörigen.
Im Jahr 2024 wurden in Deutschland vom Bundeskriminalamt 187.128 Frauen als Opfer häuslicher Gewalt registriert.
Sexuelle Gewalt
Im Jahr 2024 wurden in Deutschland in der Polizeilichen Kriminalstatistik 53.451 weibliche Opfer von Sexualdelikten erfasst. Knapp die Hälfte war zum Tatzeitpunkt minderjährig.
Tötungsdelikte an Frauen
Der Tötung von Frauen und Mädchen liegen unterschiedliche Motive zugrunde, z. B. patriarchale Strukturen, sexistische Motive, Partnerschaften oder als Folge von Trennungen.
Tötungen rein aufgrund des Geschlechts werden Femizide genannt. Im allgemeinen Verständnis: „Tötung einer Frau, weil sie eine Frau ist.“
Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 308 Frauen und Mädchen Opfer von vollendeten und versuchten Tötungsdelikten im Kontext von Partnerschaftsgewalt.
Weltweit starb 2024 rechnerisch fast alle 10 Minuten eine Frau oder ein Mädchen durch die Hand eines nahen Angehörigen.
Quellen:
- Bundeszentrale für politische Bildung: https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/560091/weltfrauentag-und-geschlechterungleichheit/
Bundeskriminalamt: https://www.bka.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/Kurzmeldungen/251121_BLB_Straftaten_gegen_Frauen2024.html
Statistisches Bundesamt (Destatis): https://www.destatis.de/DE/Themen/Laender-Regionen/Internationales/Thema/bevoelkerung-arbeit-soziales/soziales/frauen-mord.html
Statistisches Bundesamt (Destatis): https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Verdienste/Verdienste-GenderPayGap/_inhalt.html
Statistisches Bundesamt (Destatis): https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/12/PD25_453_621.html
Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend: https://www.bmbfsfj.bund.de/bmbfsfj/themen/gleichstellung/gender-care-gap/indikator-fuer-die-gleichstellung/gender-care-gap-ein-indikator-fuer-die-gleichstellung-137294