Entwurf des Bad Laaspher Wegenetzkonzeptes online: Bürger können Karten einsehen und bis 16. August Kommentare abgeben

Das Wirtschaftswegekonzept der Stadt Bad Laasphe nimmt weiter Form an. Nachdem die beauftragte Ge-Komm GmbH Gesellschaft für kommunale Infrastruktur in den vergangenen Monaten einen Konzeptentwurf erstellt und diesen in einem ersten Schritt der Stadtverwaltung und dem internen Arbeitskreis zur Abstimmung und kritischen Durchsicht gegeben hatte, ist nun die Phase der Bürgerbeteiligung angelaufen. Alle Bad Laaspherinnen und Bad Laaspher haben damit ab sofort die Möglichkeit, bei diesem wichtigen Zukunfts-Projekt mitzuwirken und sich mit ihrem lokalen Wissen zu den Wegen einzubringen. 

Dazu hat die Ge-Komm GmbH ein onlinebasiertes Bürgerdialog-Portal eingerichtet, das über die Homepage www.wirtschaftswegekonzept.de zu erreichen ist. Die Seite beinhaltet ein Kartenwerk, in welchem jeder Wirtschaftsweg mit einer Klassifizierung farblich hinterlegt ist – einmal im Ist-Zustand und einmal im Soll-Zustand. Die Bürgerinnen und Bürger können sich die Karten anschauen und prüfen, ob die festgelegten Klassifizierungen der Wege im Ist- und im Soll-Zustand in ihren Augen passend sind.

Dabei geht es vor allem um Fragen nach der Wichtigkeit der Wege, ihrer Nutzung, Frequentierung und ihres Zustandes: Welche Wege und Brückenbauwerke sind unverzichtbar und haben eine hohe Priorität? Welche Wege bedürfen einer Modernisierung? Welche können im Standard gesenkt oder sogar gänzlich aufgegeben werden? Und welche sind für die Allgemeinheit entbehrlich und könnten privatisiert oder ökologisch aufgewertet werden? Fotos der Wege, die ebenfalls eingesehen werden können, erleichtern die Beurteilung.

Sind die Bürgerinnen und Bürger der Ansicht, dass eine Klassifizierung nicht passt oder haben sie eine Anmerkung, können sie dies über die Kommentarfunktion mitteilen. Die Wege sind abschnittsweise nummeriert, um eine Zuordnung der Kommentare zu erleichtern. Die Nummern sollten deshalb bei jeder Anmerkung mit angegeben werden, um zu verdeutlichen, welcher Kommentar sich auf welchen Wegeabschnitt bezieht. Kommentare können bis zum 16. August abgegeben werden. Die Ge-Komm GmbH wird die Anmerkungen sammeln, nach einer Vorprüfung gemeinsam mit dem internen Arbeitskreis und der Stadtverwaltung analysieren und bei der weiteren Konzepterstellung berücksichtigen.

Zur Nutzung des Bürgerdialog-Portals müssen sich alle Interessierten unter www.wirtschaftswegekonzept.de > „Bürgerdialog-Portal“ einmalig registrieren. Bei jeder weiteren Anmeldung können sie sich mit ihren Zugangsdaten einloggen. Der Projektzugang lautet „Bad Laasphe“. Wer Probleme mit der Registrierung oder Nutzung hat, findet unter www.wirtschaftswegekonzept.de/faq  entsprechende Erklärvideos und Anleitungen. Selbstverständlich stehen aber auch die Experten von Ge-Komm (Tel. 05422/98151-60, info(at)ge-komm.de) und die Stadtverwaltung (Hr. Schneider: 02752/909-274, a.schneider(at)bad-laasphe.de) bei Fragen zur Verfügung.

Für alle, die keine Möglichkeit haben, das Online-Portal einzusehen, hängen zudem ausgedruckte Wegekarten an folgenden Punkten in den Bad Laaspher Ortschaften aus:

  • Amtshausen: Dorfgemeinschaftshaus
  • Banfe: Buswartehäuschen an der Eiche bei der Sparkasse
  • Bermershausen: Infokasten bei der Sitzgruppe
  • Bernshausen: Bernshäuser Straße 3 (nach Terminabsprache bei der Ortsvorsteherin)
  • Feudingen: Eingangstür Volkshalle
  • Fischelbach: Schaukasten in der Ortsmitte
  • Großenbach: Schaukasten am Spritzenhaus
  • Herbertshausen: ehemaliges Spritzenhaus, Rauschet
  • Hesselbach: Infokasten beim Bushäuschen Ortsmitte (Insel)
  • Holzhausen: Holzhausen 12 (nach Terminabsprache bei dem Ortsvorsteher)
  • Kunst-Wittgenstein: Friedrichshütte, Fassade Firma Schneider (Garten- und Landschaftspflege) / Nähe Bauhof
  • Laaspherhütte: Schaukasten an der Bushaltestelle Richtung Banfe
  • Niederlaasphe: Öffentlicher Bekanntmachungskasten am Backhaus (Rückseite) / Brückenplatz
  • Oberndorf: Schaukasten in der Ortsmitte
  • Puderbach: Schaukasten in der Ortsmitte
  • Rückershausen: Infokasten (Siegener Straße 1)
  • Rüppershausen: Fenster Feuerwehrgerätehaus
  • Saßmannshausen: Infokasten am Spritzenhaus
  • Steinbach: Wartehäuschen beim Spielplatz
  • Volkholz: Dorfgemeinschaftshaus
  • Weide: Garage Obere Weide 16 (bei der Ortsvorsteherin)

Wer nach Ansicht der Karten Anmerkungen hat, kann diese entweder telefonisch oder per E-Mail unter den oben angegebenen Kontaktdaten an die Experten von Ge-Komm oder die Stadtverwaltung übermitteln.

Startschuss der Bürgerbeteiligung war am vergangenen Montag eine zentrale Informationsveranstaltung im Haus des Gastes, zu der etwa 35 interessierte Bürgerinnen und Bürger gekommen waren. Ge-Komm-Geschäftsführer Eugen Bitjukov erläuterte hier noch einmal, warum ein solches Konzept überhaupt erstellt wird: „Ziel des Ganzen ist, ein bedarfsgerechtes und finanzierbares Wegenetz zu schaffen. Das Konzept bildet einerseits die derzeitige Situation, also den Ist-Zustand der Wege, ab und leitet daraus andererseits Handlungsempfehlungen ab, die bei künftigen Investitionsentscheidungen hilfreich sind.“ 

Zudem sei das Konzept zwingende Voraussetzung, um Fördermittel für den Wegebau zu erhalten: „Auf Grundlage des abgeschlossenen Konzeptes als Handlungsempfehlung besteht für Bad Laasphe die Möglichkeit, im Rahmen der ‚Förderrichtlinie (FöRL) Wirtschaftswege‘ Fördermittel für die Modernisierung der Wirtschaftswege zu beantragen.“ Er betonte jedoch, dass das Papier kein starres Konstrukt sein soll: „Das ist keine heilige Bibel.“ Es bleibe nach wie vor ein Konzept, das einen Ausblick auf die nächsten 20 bis 25 Jahre geben soll und auch nach seiner Fertigstellung im Herbst dieses Jahres permanent an sich ändernde Gegebenheiten angepasst werden kann.

Darüber hinaus erklärte Bitjukov den Anwesenden ihre Beteiligungsmöglichkeiten über das Bürgerdialog-Portal, stand für Fragen zur Verfügung und nannte Beispiele für Wege, die im bisherigen Soll-Konzept bereits eine andere Klassifizierung aufweisen als im Ist-Konzept. Solch ein Weg ist etwa der Verbindungsweg von Bernshausen nach Banfe entlang des Banfer Sportplatzes. Während er im Ist-Konzept als Hauptwirtschaftsweg (Kategorie C) ausgewiesen ist, hat er im Soll-Konzept eine Aufwertung erhalten und wird als multifunktionaler Verbindungsweg geführt (Kategorie B). Grund für die neue Kategorie war, so Bitjukov, die Rückmeldung aus dem internen Arbeitskreis, dass auch Rettungsdienste die Trasse oft nutzen. 

„Für uns ist es wichtig, dass Sie uns in den kommenden Wochen Feedback darüber geben, mit welchen Annahmen wir richtig liegen und mit welchen nicht und warum. Sie kennen und nutzen die Wege, Sie wissen daher am besten, wo Handlungsbedarf besteht“, ermunterte der Ge-Komm-Geschäftsführer die Teilnehmer. Die Stadt Bad Laasphe und die Ge-Komm GmbH freuen sich auf zahlreiche Kommentare bis zum 16. August. Für Rückfragen stehen die Beteiligten unter den oben angegebenen Kontaktdaten  gerne zur Verfügung.

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