Stadt Bad Laasphe vergibt am 5. September erstmals Heimatpreis

Ehrenamtliches Engagement wird in Bad Laasphe großgeschrieben. Nicht nur in der Kernstadt, sondern auch in den Ortsteilen gibt es unzählige Initiativen, Vereine, Nachbarschaften, Aktivgruppen, Bürgerinnen und Bürger, die sich für ihre Heimat einsetzen und das gesellschaftliche Leben in der Lahnstadt maßgeblich mitgestalten. Die Stadt möchte dieses Engagement würdigen und vergibt deshalb in der kommenden Ratssitzung am 5. September zum ersten Mal den von der Landesregierung NRW initiierten und geförderten Heimatpreis.

„Für ‚Heimat‘ gibt es keinen allgemeingültigen Begriff: Jede und jeder wird die Frage ‚Was bedeutet für Sie Heimat?‘ anders beantworten. Bei ‚Heimat‘ geht es um das Verbindende, um die Gemeinschaft und den Zusammenhalt. Nur eine Politik, die wertschätzt, was Menschen jeden Tag in unserem Land im Großen und vielmehr im Kleinen leisten, wird dazu beitragen, dass Heimat bewahrt und gleichzeitig für die Zukunft gestaltet werden kann“, erklärt Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW, die Idee hinter der Auszeichnung. Mehr als 140 Städte und Kreise haben sich inzwischen dazu entschlossen, einen Heimatpreis zu vergeben, um nachahmenswerte Praxisbeispiele noch stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.

Bad Laasphe hatte seine Bürgerinnen und Bürger bereits im Frühjahr dieses Jahres aufgerufen, entsprechende Bewerbungen oder Vorschläge bei der Stadtverwaltung einzureichen. Wichtigste Kriterien für den Preis: großer persönlicher Einsatz, Zurückstellung der eigenen Interessen, keine Bezahlung, besonderes soziales, kulturelles oder umweltbewusstes Engagement sowie – bei Einzelpersonen – langjährige Tätigkeit an verantwortlicher Stelle, etwa in Vereinen. Insgesamt elf Anträge mit acht unterschiedlichen Vorschlägen (sechs Institutionen und zwei Einzelpersonen) waren daraufhin fristgerecht im Rathaus eingegangen. Eine Jury, der neben Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann, Dezernent Rainer Schmalz und dem Leiter des zuständigen Fachbereichs Bürgerdienste/Abteilung Familie, Soziales und Sport, Volker Kohlberger, auch Vertreter aus Politik und Kulturarbeit angehörten, sichtete die Anträge und entschied, das vom Land NRW zur Verfügung gestellte Preisgeld über 5.000 Euro auf drei Preisträger aufzuteilen.

„Eigentlich hätte jeder der Vorgeschlagenen für seinen Einsatz einen Preis verdient. Denn ohne das ehrenamtliche Engagement gäbe es vieles von dem, was Bad Laasphe lebens- und liebenswert macht, nicht. Doch letztlich mussten wir drei Gewinner küren. Der erste Platz darf sich über 2.500 Euro freuen, der zweite Platz bekommt 1.500 Euro und der dritte noch 1.000 Euro für sein Engagement“, lässt Dezernent Rainer Schmalz bereits durchblicken. Wer auf welchem Platz gelandet ist, das wird hingegen noch nicht verraten: „Da halten wir die Spannung hoch. Dieses Geheimnis lüften wir erst in der Ratssitzung.“

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