Frank Schmidt, Schulleiter des Kindelsberg-Lachsbach- Förderschulverbundes, in den Ruhestand verabschiedet

Zu seiner offiziellen Verabschiedung in den Ruhestand wollte Frank Schmidt kein großes Tamtam. Kein riesen Saal, keine lange Gästeliste, keine ausufernden Reden. Viel wichtiger war dem 64-Jährigen, an diesem Tag all diejenigen um sich zu haben, die er auch in den vergangenen elf Jahren als Rektor, zuerst der Lachsbach-Förderschule Bad Laasphe, seit dem Schuljahr 2015/2016 des Kindelsberg-Lachsbach-Förderschulverbundes – stets um sich hatte, um ihnen persönlich „Danke“ und „Lebwohl“ sagen zu können, allen voran seine (ehemaligen) Schüler und Kollegen vom Teilstandort Bad Laasphe. Deshalb hatte er sie alle für vergangenen Donnerstag in die Lachsbachschule eingeladen, in genau jenen Raum, in dem für ihn der Schulleiterdienst am 1. Februar 2009 begonnen hatte.

Doch für die Kollegen, Eltern- und Schülerschaft stand schnell fest: so einfach können und wollen sie „ihren“ Schulleiter nicht gehen lassen, ein klein bisschen „Tamtam“ muss sein. Gemeinsam hatten sie deshalb in den vergangenen Wochen heimlich ein Abschiedsprogramm vorbereitet, durch das Konrektorin Claudia Hammers-Kaltenbrunner am Donnerstagvormittag führte. Für viel Unterhaltung sorgte dabei vor allem die Darbietung einer komödiantischen Version des Grimm-Klassikers „Aschenputtel“. Emotional wurde es, als die Kollegen, Schüler- und Elternvertreter aus Bad Laasphe und Kreuztal gemeinsam ein Lied für Frank Schmidt anstimmten. Dafür hatten sie „Ein Kompliment“ von den Sportfreunden Stiller umgedichtet. „Wir wollten dir nur mal eben sagen, dass du uns hier sehr fehlen wirst. Und sichergehen, dass du uns mal besuchen kommst“, sangen sie und rührten ihren „Herrn Schmidt“ damit sichtlich. 

Zwischen die Theater- und Gesangseinlage mischten sich kurze Grußworte. Die Schülervertreter beider Standorte gaben dem Sonderpädagogen zahlreiche gute Wünsche für seine Zukunft mit auf den Weg. Die Schüler aus Bad Laasphe hielten zudem noch ein besonderes Geschenk für Frank Schmidt bereit: einen kleinen Tisch mit all ihren Unterschriften. Dazu gab es von jedem einzelnen Klassensprecher und stellvertretenden Klassensprecher eine Rose. Frank Schmidt freute sich sehr über das Erinnerungsmöbel, nicht zuletzt auch deshalb, weil er doch nach eigener Aussage bereits „seit Jahrzehnten“ einen neuen Wohnzimmertisch sucht. 

Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann richtete im Namen vom Schulzweckverband Kreuztal-Hilchenbach-Bad Laasphe als Schulträger sowie von Rat und Verwaltung der Stadt Bad Laasphe Worte des Danks und der Anerkennung an den scheidenden Rektor. Er erinnerte besonders an das „Fluszgang“-Projekt, welches seinerzeit mit der Lachsbachschule in der Königstraße umgesetzt worden war: „Gemeinsam mit Ihren Schülern und der BAG ‚Schöne Altstadt‘ haben Sie damals die Steine entworfen und zum Teil auch verlegt. Sie haben sich also nicht nur innerhalb der Schule, sondern auch außerhalb für die Stadt Bad Laasphe engagiert. Dafür ganz herzlichen Dank.“

Schulamtsdirektor Walter Sidenstein warf einen Blick zurück auf den beruflichen Werdegang von Frank Schmidt. Der habe in seiner Laufbahn nicht nur an 19 Schulen unterrichtet, sondern auch in außerschulischen Einrichtungen sehr interessante und nicht zu unterschätzende Erfahrungen sammeln können. Das Arbeiten an so vielen verschiedenen Stellen, das für einen Sonderpädagogen in den 90er-Jahren bei weitem noch nicht so alltäglich gewesen sei wie heute, bedürfe nicht nur einer sehr hohen Fach- und Konfliktlösungskompetenz, sondern auch eines überdurchschnittlichen Engagements, einer hohen Belastbarkeit und Flexibilität sowie der Bereitschaft, offen und kooperativ mit anderen Kollegen zusammenzuarbeiten. Den Herausforderungen in den elf Jahren seiner Schulleitertätigkeit, insbesondere der Zusammenlegung der Lachsbachschule mit der Kindelsbergschule in Kreuztal, habe Frank Schmidt sich stets mit Erfolg gestellt. Denn wenngleich sich die Entscheidung für den Förderschulverbund bereits als „sehr gut und zukunftsfähig“ herausgestellt habe, sei es für Außenstehende nur schwer einzuschätzen, was solch ein Veränderungsprozess im Innenleben einer Schule für Auswirkungen habe: „Größere Einzugsgebiete, neue Förderschwerpunkte, die Zusammenführung zweier, über viele Jahre hinweg eigenständiger Schulen mit eigenen Traditionen, Konzepten, Ritualen, Vernetzungen und Trägern, die Zusammenlegung zweier Lehrerkollegien, Kooperation und kreative Übergangsgestaltung mit der anderen Schulleitung, ständige Personalveränderungen, aber kaum Chancen auf Neueinstellungen von Kolleginnen und Kollegen“, führte Sidenstein beispielhaft an. „Für die Leitung eines Schulverbundes gibt es kein Lehrbuch, keine Patentlösung. Dafür braucht es die Tugenden, die ich vorhin aufgezählt habe. Du warst für viele Kollegen ein Vorbild“, konstatierte der Schulamtsdirektor und überreichte dem 64-Jährigen anschließend die Urkunde für den Ruhestand. 

Frank Schmidt selbst kam schließlich zum Schluss des offiziellen Programms dazu, seinen Weggefährten „Danke“ und „Lebwohl“ zu sagen: „Ich habe mich hier trotz allen Stresses sehr wohl gefühlt und war mit ganzem Herzen Schulleiter.“ Der Schule werde er auch in Zukunft über seine Mitgliedschaft im Förderverein verbunden bleiben. Doch er freue sich jetzt auch auf seinen Ruhestand: „Ich habe nun mehr Zeit für mich und meine Familie, ich kann ausschlafen und die Tage so gestalten, wie ich es möchte. Wir haben ein großes Haus mit Garten, da kann ich aktiv werden. Langweilig wird mir bestimmt nicht“, so Schmidt, der dann noch feststellte, dass er ja jetzt auch endlich mal Zeit für einen Besuch auf dem Bad Laaspher Wochenmarkt hat: „Da kann ich jetzt mal hingehen, das habe ich bisher leider nicht geschafft. Dann gucke ich vielleicht auch nochmal in der Schule vorbei.“ Vor allem die Schüler würde das sicherlich riesig freuen, bei einigen von ihnen flossen zum Abschied Tränen.

Eine Nachfolgeregelung für Frank Schmidt gibt es im Förderschulverbund bis dato noch nicht. Vorerst wird Claudia Hammers-Kaltenbrunner Schmidts Aufgaben kommissarisch übernehmen.

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