Neuer Schulhof am Gymnasium, neue Mensa in der Grundschule Feudingen

Reges Treiben herrschte in den vergangenen Wochen in der Grundschule Feudingen. Nein, hier wurde nicht gepaukt, sondern gebohrt, gehämmert und gepinselt. Die Stadt Bad Laasphe nutzte die Ferienzeit, um in dem Gebäude eine Mensa für die Offene Ganztagsschule (OGS) einzurichten, die zu Beginn des neuen Schuljahres mit 21 Kindern an den Start gegangen ist.

Dafür wurde die frühere Lehrküche im Erdgeschoss, ein Überbleibsel der einstigen Hauptschule, komplett umgestaltet: Aus dem großen Raum wurden zwei, eine neu eingezogene Wand trennt den Speisesaal vom Vorbereitungsraum ab. Daneben erneuerten die Handwerker die gesamte Elektrik und Sanitärinstallation, brachten einen neuen Fliesenspiegel an, verlegten einen neuen Vinyl-Click-Boden und strichen die Wände, sodass sich die Mensa nun als heller, einladender Raum präsentiert. In dem Vorbereitungsraum hat eine Gastronomieküche aus hochwertigem Edelstahl Platz gefunden – mit Kühlschrank, Spülmaschine und einem Warmhaltegerät für die Speisen. Die Ausgabetheke im Speisesaal ist fahrbar, sodass sie – je nach Bedarf – auch zur Seite geschoben oder woanders eingesetzt werden kann. „Darauf haben wir beim Kauf extra geachtet, das war uns besonders wichtig“, erklärt Volker Kohlberger, Leiter des zuständigen Fachbereichs Bürgerdienste/Abteilung Familien, Soziales und Sport im Bad Laaspher Rathaus. 

Die Herde aus der alten Lehrküche hat die Grundschule behalten und im Speisesaal in eine vom Förderverein gesponserte Küchenzeile integriert. „Die können wir künftig zum Beispiel bei Schulfesten oder zum Backen von Weihnachtsplätzchen nutzen“, hat Schulleiter Hans-Dieter Pfeil schon viele Ideen. Genau wie Volker Kohlberger freut er sich, dass die Räume nun in neuem Glanz erstrahlen: „Da muss man der Stadt mal ein ganz großes Dankeschön sagen.  Ich glaube, es ist kein ernsthafter Wunsch von uns unerfüllt geblieben.“ Volker Kohlberger gab den Dank gerne weiter: „Wir müssen auch den Handwerkern und dem Gebäudemanagement ein großes Lob aussprechen. Es ist nicht selbstverständlich, dass das alles innerhalb von sechs Wochen so reibungslos geklappt hat.“ Einzig die Tische und Stühle für den Speisesaal sind noch nicht geliefert, „doch die kommen wenigen Tagen“, erläutern Volker Kohlberger und Hans-Dieter Pfeil, „bis dahin müssen wir improvisieren, aber auch das ist kein Problem und kriegen wir hin.“

Und auch im Obergeschoss waren die Handwerker aktiv. Hier ist ein Werkraum zum Klassenraum umfunktioniert worden. Das defekte Parkett wurde gegen einen neuen Vinyl-Click-Belag getauscht, die Wände erhielten einen neuen Anstrich und auch Leuchten, Steckdosen und Schalter wurden erneuert.

Insgesamt rund 105.000 Euro für die Küche und 13.000 Euro für den Klassenraum hat die Stadt Bad Laasphe investiert. Die Sanierung wurde über das Förderprogramm „Gute Schule 2020“ und über das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz finanziert. Um die Maßnahme umsetzen zu können, musste die Lahnstadt wegen ihres noch nicht genehmigten Haushaltes eine Genehmigung der Aufsichtsbehörde für einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn einholen. „Die Umsetzung in den Sommerferien war dringend geboten, damit wir pünktlich zum Schuljahr 2019/2020 mit dem OGS-Betrieb starten konnten. Eine Abfrage im Jahr 2017 hatte ergeben, dass die Einrichtung einer OGS in Feudingen zum Schuljahr 2019/2020 nachgefragt wird. Daraufhin war letztes Jahr beschlossen worden, die OGS in diesem Sommer einzurichten“, schildert Volker Kohlberger.

Damit hat Bad Laasphe als einzige Kommune in Wittgenstein nun an all ihren Grundschulstandorten (Bad Laasphe, Niederlaasphe, Feudingen und Banfe) einen OGS-Betrieb. Insgesamt werden im neuen Schuljahr voraussichtlich 152 Kinder in den Offenen Ganztagsschulen auf Bad Laaspher Gebiet betreut. Die Stadt erhält dafür eine Förderung in Höhe von 228.830 Euro vom Land NRW. „Und darin ist die Lachsbachschule noch nicht eingerechnet, denn die ist Mitglied im Schulzweckverband“, so Volker Kohlberger. In der neuen OGS in Feudingen werden 21 Kinder betreut, bis zu 30 sind möglich. „Das OGS-Angebot hat sich sehr gut etabliert und ist aus Bad Laasphe nicht mehr wegzudenken. Deswegen ist es gut, dass es das nun auch hier in Feudingen gibt“, meint Hans-Dieter Pfeil.

Träger der OGS ist der Verein für Soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen. Der bringt erfahrenes Personal mit. „Uns war es ganz wichtig, dass die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Ordnung sind“, betont Hans-Dieter Pfeil. Außerdem sei Wert darauf gelegt worden, dass die Betreuer feste Arbeitsverträge haben. Nicht nur, weil dadurch Fortbildungsmaßnahmen einfacher zu realisieren seien als bei sogenannten 450-Euro-Kräften und die Qualität der OGS auf diese Weise gesteigert werden könne. Sondern auch, weil man den Kindern auf diese Weise feste Strukturen und Ansprechpartner bzw. Bezugspersonen geben könne. Hans-Dieter Pfeil: „So kann eine familiäre Atmosphäre aufgebaut werden, und die ist gerade für Kinder im Grundschulalter enorm wichtig.“ 

Und auch am Städtischen Gymnasium in Bad Laasphe ist in den vergangenen Wochen einiges geschehen. Hier hat die von Eltern, Schülern und Lehrern angeregte Schulhofsanierung begonnen. In einem ersten Schritt wurde das Areal vor der Cafeteria, das bisher eine Schotterfläche war, gepflastert. „Das ist definitiv ein großer Gewinn an Aufenthaltsqualität für unsere Schülerinnen und Schüler“, freut sich Schulleiterin Corie Hahn. „Das Gebäude kommt nun ganz anders zur Geltung. Die Fläche ist viel leichter zu pflegen und kann jetzt auch für schulische Events genutzt werden. Und auch das Problem, dass über den Schotter immer viel Schmutz in die Schule getragen wurde, gehört damit nun der Vergangenheit an.“

Im oberen Schulhofbereich wurden außerdem die Treppen und die Stützmauer zur Kurstraße erneuert. Das Mosaikbild an der Mauer war in die Jahre gekommen, die Steinchen waren lose und drohten abzuplatzen und auch die Stufen der Treppenanlage waren über die Zeit immer mehr abgesackt. „Diese potenziellen Gefahrenstellen haben wir beseitigt“, betonen  Volker Kohlberger und Gebäudemanager Joachim Debus. Beim Abklopfen des Mosaiks hatten die Schülerinnen und Schüler vor den Ferien noch eifrig geholfen. Nun waren alle natürlich sehr gespannt, was sich in den sechseinhalb schulfreien Wochen alles verändert hat. „Viele waren schon vor dem Schulstart da und haben sich das Pflaster und die neue Mauer mal angeschaut“, weiß Corie Hahn, die auch ein Dankeschön an die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs schickte. „Die haben hier kürzlich eifrig die Sträucher geschnitten, jetzt sieht wieder alles sehr ordentlich und gepflegt aus.“

Doch noch ist die Umgestaltung nicht ganz abgeschlossen. „Die Spielgeräte und das Mobiliar fehlen noch“, erklären Corie Hahn, Volker Kohlberger und Joachim Debus. Auf dem oberen Schulhof zur Kurstraße sollen zwei Fußballtore, zwei Tischtennisplatten, ein Basketballkorb und diverse Sitzbänke installiert werden. Das neu gepflasterte Areal vor der Cafeteria soll ebenfalls Platz für Sitzmöbel bieten, sodass die Schülerinnen und Schüler ihre Snacks im Sommer draußen genießen können. Außerdem soll hier ein großes Baumstamm-Mikado aufgebaut werden, über das die Jungen und Mädchen balancieren können. Der dritte Schulhofbereich beim Musikraum soll darüber hinaus eine Holzliege bekommen. „Am Ende der Herbstferien wird alles fertig sein“, kündigt Schulleiterin Corie Hahn an. Die Kinder und Jugendlichen haben dann ausreichend Möglichkeiten, die Pausen und Freistunden ganz nach ihrem Bedarf zu gestalten – entweder mit relaxen und Ruhe oder sportlich aktiv. „Das ging bisher zwar auch schon, aber es ist doch viel schöner, sich die Fußballtore nicht mehr vorstellen zu müssen, sondern auch wirklich welche zu haben“, sind sich Volker Kohlberger und Joachim Debus einig. Ein großer Vorteil bei den Möbeln sei, dass sie fest installiert würden, das mache sie diebstahlsicher. „Außerdem sind die Verschleißteile, beispielsweise die Sitzflächen bei den Bänken, ganz leicht auszutauschen“, berichtet Corie Hahn. 

Auch für diese Maßnahme, die mit rund 140.000 Euro zu Buche schlägt, hatte sich die Lahnstadt aufgrund der Dringlichkeit eine Sondergenehmigung für einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn eingeholt. Die Finanzierung wurde – genau wie bei der Mensa in Feudingen – über das Programm „Gute Schule 2020“ und das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz sichergestellt. Eltern, Lehrer und Schüler hatten darüber hinaus mit Verkaufsaktionen Geld gesammelt. Und auch der Förderverein, der Rotary Club Berleburg-Laasphe und Bad Laaspher Geschäftsleute spendeten für den neuen Schulhof.

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