LEADER-Projekt „Außerschulischer Lernort Wald“: Feudinger Grundschüler brachten Baumsetzlinge in die Erde

Einen besonderen letzten Schultag vor den Osterferien erlebte die 4a der Grundschule Feudingen: die Jungen und Mädchen tauschten das Klassenzimmer nämlich gegen den Wald. Statt Rechnen und Schreiben stand für die 20 Kinder das Einpflanzen von Weißtannen-Setzlingen auf einer nahegelegenen Kalamitätsfläche im Bereich „Hainberg“ auf dem Stundenplan.

Die Aktion war Teil des LEADER-Kleinprojektes „Außerschulischer Lernort Wald“, das die Stadtverwaltung Bad Laasphe im vergangenen Jahr erfolgreich auf den Weg gebracht hatte. Dieses nimmt die mit dem Befall der Fichtenbestände durch den Borkenkäfer einhergehende, dramatische Veränderung der Kulturlandschaft und des Landschaftsbildes zum Anlass, den Wald wieder stärker in den Fokus der jungen Generation zu rücken und seine Bedeutung als nachhaltigen Funktionsraum, Erlebnisort sowie regionalen Wirtschaftsfaktor hervorzuheben. „Jede Schule bekommt von uns eine schulortnahe, im städtischen Besitz befindliche Kalamitätsfläche als Schulwald zur Verfügung gestellt“, erklärt Bürgermeister Dirk Terlinden. „Hier soll den Schülerinnen und Schülern unter fachlicher Anleitung altersgerecht die Bedeutung des Waldes und seine Funktionsweise vermittelt werden.“

Doch damit aus der Kalamitätsfläche ein Schulwald werden kann, braucht es in einem ersten Schritt die Wiederaufforstung. Und so unterstützten die Kinder jetzt einen Vormittag lang die professionellen Waldarbeiter beim Einpflanzen der jungen Setzlinge. Zwar war das Projekt bereits im vergangenen Jahr angelaufen, jedoch musste für die Pflanzung eine geeignete Witterung abgewartet werden. Unter der fachlichen Anleitung von Revierförster Jakob Jacques und Gerhard Lobe von Wald und Holz NRW, der neben den Lehrkräften der Schulen für den pädagogischen Teil des Projektes verantwortlich zeichnet, brachten die Jungen und Mädchen innerhalb von vier Stunden insgesamt 300 junge Weißtannen-Pflanzen in die Erde.

Die beiden Fachmänner hatten die Viertklässler bereits einige Tage zuvor in einem Theorieblock auf die Aktion vorbereitet und ihnen viel über das Ökosystem Wald sowie die Folgen des Klimawandels und der Borkenkäferplage beigebracht. Und so schritten die Kinder am Freitagvormittag hochmotiviert zur Tat. In Zweierteams eingeteilt arbeiteten sie sich behutsam durch die Pflanzreihen, die Gerhard Lobe und Jakob Jacques zuvor markiert hatten: während der erste mit einer Schaufel das erforderliche Loch aushob, setzte der zweite das kleine Bäumchen in die Erde. Eine dritte Gruppe befreite die Fläche von Wildwuchs, damit die jungen Pflanzen genug Licht und Wasser bekommen und gut gedeihen können.  

Bürgermeister Dirk Terlinden nutzte die Gunst der Stunde und schaute am Freitag auf einen Sprung vorbei. Genau wie Jakob Jacques war er beeindruckt von dem Elan, den die Kinder an den Tag legten. „Ich bin froh, dass die Begeisterung da ist“, so der Verwaltungschef, der erklärte, dass das Projekt nicht ausschließlich für Grundschüler gedacht ist: „Es ist wichtig, dass Kinder lernen, dass ein Wald keine Selbstverständlichkeit ist, die einfach am Wegesrand steht, sondern dass man sich um den Wald kümmern muss. Ältere Generationen sind mit viel Wald aufgewachsen, heute ist die Situation eine andere und diese Situation hat viele Auswirkungen auf die Natur, die Umwelt, die Wirtschaft und unser Leben. Es ist unsere Aufgabe, den Kindern das zu vermitteln – nicht nur in der Grundschule. Das Projekt soll in die weiterführenden Schulen mitgenommen werden.“

Deshalb realisiere man es nicht nur auf der Fläche im Bereich „Hainberg“ bei der Grundschule Feudingen und auf Kalamitätsflächen bei der Grundschule in Banfe, sondern auch auf Flächen in der Kernstadt, wo sich neben den Grundschulen die weiterführenden Schulen befinden. „Die Wiederaufforstung und Neugestaltung des Naturraums Wald ist eine Aufgabe, die Jahrzehnte in Anspruch nehmen wird. Es ist doch toll, wenn die Kinder in ein paar Jahren wieder herkommen und sehen, was aus den kleinen Pflanzen geworden ist. Oder später ihren Enkeln erzählen, dass sie an der Entstehung dieser Waldfläche beteiligt waren“, sagte Dirk Terlinden. Jakob Jacques pflichtete dem Bürgermeister bei: „Das Projekt endet nicht mit der Pflanzung, sondern nimmt damit erst seinen Anfang. Die Flächen bleiben eine Daueraufgabe und sollen von den Schülern weiter begleitet werden. Ohne Pflege wird es nicht gehen.“

Alles in allem werden im Rahmen des Projektes 24.500 Setzlinge von sieben Baumarten auf 10 Hektar städtischer Waldfläche gepflanzt. Auf der rund 1 Hektar großen Fläche im Bereich „Hainberg“ in Feudingen wurden 1.875 Pflanzen in die Erde gebracht, 300 davon eben von den Schülerinnen und Schülern. Die Pflanzen werden zu 80 Prozent aus LEADER-Mitteln gefördert, die restlichen 20 Prozent sowie die Löhne für die Forstarbeiter und weitere Materialien wie Verbissschutz und Gatter zahlt die Stadt. Rund 10.000 der 24.500 Pflanzen werden eingezäunt, um sie vor dem Verbiss durch Wild zu schützen. Das sei aufgrund der hohen Wildtierbestände leider nötig, erklärte Jakob Jacques.

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