IKEK-Bericht für Bad Laasphe wurde der Öffentlichkeit vorgestellt

Zahlreiche Mitbürgerinnen und Mitbürger aus den Ortsteilen von Bad Laasphe und der Kernstadt haben sich im vergangenen Jahr an der Erstellung eines Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzepts, kurz IKEK, beteiligt. Bei der Auftaktveranstaltung im Haus des Gastes, bei den Ortsteil-Workshops, den Stadtteil-Safaris sowie dem Projekttag „Coole Orte“ haben Jung und Alt gemeinsam überlegt, was getan werden könnte, um aktuellen Herausforderungen wie Fachkräftemangel, Leerstand und demografischem Wandel zu begegnen und die Lahnstadt als attraktiven Wohn- und Arbeitsort zukunftsfähig aufzustellen, ohne ihre Traditionen, Werte und Identität aufzugeben. Über 120 verschiedene Projektideen für die Dörfer und die Kernstadt waren dabei entwickelt worden.
Beim großen Abschlussforum in der vergangenen Woche präsentierte Diplom-Ingenieurin und Raumplanerin Vera Lauber den interessierten Bürgerinnen und Bürgern – rund 50 waren trotz der Hitze in die Volkshalle Feudingen gekommen – was aus all ihren Vorschlägen und ersten Gedanken geworden ist: eine gesamtkommunale Entwicklungsstrategie für die kommenden Jahre – aufbauend auf einer detaillierten Bestandsanalyse, die neben dem Status Quo mit Stärken und Schwächen auch Chancen und Risiken für die gesamte Stadt und jedes einzelne Dorf in den Fokus nimmt.
Anschaulich erklärten Vera Lauber und ihre Mitarbeiterin Stefanie Wiegel zuerst die Methodik und den Erarbeitungsprozess des Konzeptes. Dabei warfen sie auch nochmal einen Blick zurück auf den Beginn des IKEK im Haus des Gastes, die Stadtteil-Safaris und Ortsteil-Workshops. 61 erste Projektideen seien von 77 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei der Auftaktveranstaltung festgehalten worden, 131 Bürger hätten an den Stadtteil-Safaris teilgenommen und dort 123 Projektideen formuliert, bilanzierten die Expertinnen. Die Bestandsanalyse nehme unterschiedliche Themenbereiche, etwa Menschen, Siedlungsstruktur und Kulturlandschaft, soziale Infrastruktur, technische Infrastruktur sowie Wirtschaft unter die Lupe, um ein möglichst umfassendes Bild des Ist-Zustandes zu erhalten. Stärken von Bad Laasphe im Bereich Energie, Klima- und Ressourcenschutz seien unter anderem die 14 Naturschutzgebiete sowie der Status der KWK-Modellkommune, als Schwäche definierten die Experten unter anderem den Umstand, dass Individualverkehr oftmals die einzige Möglichkeit sei, um Ziele zu erreichen.

Anschließend gingen sie auf die Projekte ein. „Alle Ideen sind in das Konzept eingeflossen“, betonte Vera Lauber. 50 Projekte seien jedoch im Rahmen des IKEK-Prozesses von den Ideengebern qualifiziert und auf einem Ideenblatt eingereicht worden. „Diese haben wir im Abschlussbericht detaillierter dargestellt und nach Entwicklungsstand bzw. Qualifizierungsgrad strukturiert sowie nach Themen gebündelt.“ Projekte, die beispielsweise schon sehr weit gediehen sind, wurden als so genannte Startprojekte (S) kategorisiert, Projekte mit Leitfunktion und hoher strategischer Bedeutung für den jeweiligen Ortsteil sind als lokale Leitprojekte (LL) ausgewiesen und solche mit einer hohen strategischen Bedeutung für die gesamte Stadt als Leitprojekte (L). Die Bündel teilen sich in die Kategorien „Ortsmitten, Dorfplätze und Spielplätze“, „Dorfgemeinschaftshäuser, Begegnungsstätten und Dorfcafés“, „Natur, Umwelt und Mauern“, „Ortseingänge und Dorfportale“, „Radwege, Wanderwege und Infrastruktur“, „Sport und Bewegung“ sowie „Kunst, Kultur und Lernorte“ auf. Mit dabei sind zum Beispiel die Neu- bzw. Umgestaltung von Ortsmitten sowie Dorf-Info-Portale, ein Spielplatzentwicklungsplan und Sitzgarnituren für alle Ortsteile. Auch ein Rad- und Wanderwegekonzept für die gesamte Stadt und ein Nutzungskonzept für die Kirchen sind angedacht. Anregungen aus der letzten Sitzung des Wirtschaftsförderungs- und Kulturausschusses, dem das Konzept bereits Anfang Juni vorgestellt wurde, habe man ebenfalls noch aufgenommen, sagte Vera Lauber.
Die Anwesenden lauschten gespannt und erhielten im Anschluss daran Gelegenheit für ein Feedback. Schließlich sollte die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Institutionen als zentraler Bestandteil der IKEK-Erarbeitung auch bei der Abschlussveranstaltung zum Tragen kommen. Vera Lauber hatte dafür eine Karte von Bad Laasphe vorbereitet, die jeden Ort mit einem Slogan auswies, der die Charakteristika der einzelnen Dörfer in prägnanter Weise kurz und knapp zusammenfasste. So wurde Oberndorf als „lebendiger Wohnort mit Retro-Charme“ definiert, Rüppershausen als „ruhiger Wohnort mit Hasen und Spielaue“ und Bernshausen als „verwunschener Wohnort mit Kommunikationsstärke inmitten des Waldes.“ „Was halten Sie davon? Passt das für Sie?“, fragte Vera Lauber die Bürgerinnen und Bürger. Während die meisten Slogans beibehalten werden konnten, hatten die Bewohner von Feudingen, Volkholz, Banfe und Hesselbach andere Vorschläge, die die Expertin gerne aufnahm.

Der endgültige Bericht mit allen Anregungen aus dem Wirtschaftsförderungs- und Kulturausschuss sowie dem Abschlussforum wird dem Rat am 11. Juli zur Beschlussfassung vorgelegt. Anschließend kann es an die Umsetzung der ersten Projekte gehen. Anträge für Fördermittel müssen bei der Bezirksregierung in Arnsberg eingereicht werden. Der läge der IKEK-Bericht bereits vor, das erleichtere die Sache, erklärte Vera Lauber. Bei der Antragstellung stehen den Projektträgern nicht nur die Ortsvorsteher, die Experten vom Planungsbüro und das Regionalmanagement des LEADER-Vereins helfend zur Seite, sondern natürlich auch die Stadtverwaltung. Ansprechpartner für das IKEK im Bad Laaspher Rathaus ist Alexander Heinrich, der für die verwaltungsinterne Koordinierung zuständig ist. Auf der Internetseite der Stadt Bad Laasphe wird bald zudem eine eigene Unterseite zum IKEK mit den wichtigsten Informationen, Ansprechpartnern und deren Kontaktdaten eingerichtet. Auch den Bericht kann man sich dann dort herunterladen.
Vera Lauber wies nochmal darauf hin, dass das IKEK damit noch nicht abgeschlossen sei: „Das Konzept kann immer um weitere Ideen ergänzt werden – auch nach der Beschlussfassung durch den Rat. Es bleibt für neue Projektvorschläge offen.“ Schließlich wolle man den begonnenen Entwicklungsprozess gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern auch in den kommenden Jahren fortführen.

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