Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht: Über 100 Menschen nahmen teil

Nachdem das Wittgensteiner Pogrom-Gedenken im vergangenen Jahr corona-bedingt zumeist deutlich kleiner als gewohnt ausfiel, machten die Veranstaltungen am vergangenen Dienstag klar, dass man in diesem Jahr bei 3G-Veranstaltungen an die alte Größe anknüpfte. Allein in Bad Laasphe waren über 100 Menschen. Mit dabei: auch viele Jugendliche - durch die Einbindung des Gymnasiums Schloss Wittgenstein.

Bezugnehmend auf Hakenkreuze, die in den vergangenen Monaten auf die Lachsbachschule und die Grundschule vor Ort gesprüht worden waren, sagte Bürgermeister Dirk Terlinden bei seinem Grußwort im Laaspher Haus des Gastes, wo das Wittgensteiner Pogrom-Gedenken an diesem Tag endete: „Die jüngsten Schmierereien von fremdenfeindlichen Symbolen an unseren Schulgebäuden zeigen einmal mehr, einige haben es leider immer noch nicht verstanden.“

Aber genau wie in Bad Berleburg und Erndtebrück waren es auch in Bad Laasphe Schülerinnen und Schüler aus dem Religions-Unterricht von Wolfgang Henkel der Klassen 7a, 7b und 8c vom Gymnasium Schloss Wittgenstein, die den Abend mitgestalteten. Sie verlasen diesmal Briefe von Michael und Hedwig Beifus, die der gebürtige Laaspher Jude und seine aus Breidenbach stammende Ehefrau an den gemeinsamen Sohn Rolf schrieben, der im Sommer 1938 nach Palästina ausgewandert war, und in denen etwa der Gefängnis-Aufenthalt des Vaters nach der Pogromnacht aus Angst vor einer Zensur als Reise bezeichnet wurde.

In der Lahnstadt werden traditionell alle Namen der Laaspher Opfer des Nazi-Terrors verlesen, die als Juden, Zigeuner oder im systematischen Kranken-Mord umgebracht wurden. Erstmals waren jetzt auch die Namen der jüdischen Familie Burg aus Banfe zu hören, die Ende April 1942 ihre Heimat verlassen musste. Dazu erläuterte Rainer Becker als Vorsitzender des Laaspher Christlich-Jüdischen Freundeskreises: „Zum 80. Jahrestag der Deportation nach Zamość soll eine Erinnerungstafel in der Banfer Ortsmitte vor Augen führen, wohin Hass, Intoleranz, Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit führen können. Heute werden auch die Namen der Ermordeten der Banfer Familie Burg verlesen."

Für die Musik sorgten in Bad Laasphe Harald Schmidt am Klavier und Otto Dreher mit dem Flügelhorn, zum Abschluss sprach der pensionierte Pfarrer Christoph Kunze auf Deutsch das Kaddisch, eines der wichtigsten jüdischen Gebete, der Laaspher Gemeindepfarrer Steffen Post rezitierte es auf Hebräisch.

Die Ansprachen und Grußworte von Dirk Terlinden und Rainer Becker in ihrem kompletten Wortlaut sowie mehr Fotos findet man auf der ⇒ Homepage des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein.

(Text und Fotos: Jens Gesper, Ev. Kirchenkreis Wittgenstein)

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