Dr. Torsten Spillmann beantwortete Schülerfragen zur Stadt Bad Laasphe

Dass Kinder und Jugendliche ihn Löcher in den Bauch fragen, das kennt Bad Laasphes Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann. Doch die Fragen, die 14 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 des Städtischen Gymnasiums kürzlich zu ihrer Stippvisite im Rathaus mitgebracht hatten, die hatten es wahrlich in sich.

Die Jugendlichen besuchen den Zusatzkurs Sozialwissenschaften von Lehrer Andreas Glink und in dem behandeln sie aktuell ein besonderes Thema: die Stadt Bad Laasphe vor dem Hintergrund sozialer, politischer, wirtschaftlicher und kultureller Aspekte, inklusive ihrer Entwicklungspotenziale und Zukunftsfähigkeit. „Da dieser Kurs nicht abiturrelevant ist, sind wir, was die Inhalte angeht, nicht so sehr in das ansonsten eher enge Lehrplankorsett gezwängt und können uns solch einem Thema annehmen, das unter normalen Umständen eigentlich nicht in den Oberstufenunterricht passt“, erläuterte Andreas Glink. In Kleingruppen erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler umfassende Fragenkataloge, um Bürger, Politiker und Gewerbetreibende nach ihrem persönlichen Eindruck von der Stadt sowie zu Gegebenheiten, Risikofaktoren und Potenzialen der Kommune zu befragen und die Ergebnisse anschließend auswerten zu können.

Auch die Stadtverwaltung erreichten mehrere solcher Fragebögen. Dr. Torsten Spillmann fackelte nicht lange und lud den Kurs kurzerhand zu einer persönlichen Fragestunde ins Rathaus ein. „Ich nehme mir gerne Zeit, um den Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort zu stehen“, so der Verwaltungschef.
Und die wollten wirklich einiges ihm wissen. 

Etwa, wie er die Einkaufsmöglichkeiten Bad Laasphes beurteilt und was die Stadt tut, um diesbezüglich attraktiv zu sein. Für den Bürgermeister lag die Antwort auf der Hand: „Es fehlen gewisse Sortimente. Wir haben festgestellt: was die Nahversorgung angeht, sind wir gut aufgestellt. Aber wir haben Defizite, was zum Beispiel hochwertige Bekleidung betrifft.“ Es sei jedoch nicht so einfach, neue Läden in Bad Laasphe anzusiedeln: „Hier müssen unterschiedlichste Aspekte und Vorgaben unter einen Hut gebracht werden. Beim Rewe-Areal am Bahnhof zum Beispiel ist uns das sehr gut gelungen.“

Weiterhin sprachen die Gymnasiasten die Herausforderungen in der Altstadt, insbesondere in der Königstraße, an, welche auch im Integrierten kommunalen Entwicklungskonzept (IKEK) betrachtet werden. Dr. Spillmann unterstrich, dass es für viele Ladenbetreiber schwierig geworden sei: „Wir haben bemerkt, dass sich das Einkaufsverhalten gewandelt hat. Die Konkurrenz aus dem Internet ist enorm. Im Rahmen eines LEADER-Projektes beschäftigen wir uns deshalb gemeinsam mit Bad Berleburg und Erndtebrück mit der Frage, wie der stationäre Einzelhandel und das Internet noch besser zusammengebracht werden können, um die heimischen Händler zukunftsfähig aufzustellen.“

Viele Fragen der Schülerinnen und Schüler drehten sich um das Kultur- und Freizeitangebot für Jugendliche. Über letzteres gab Volker Kohlberger als Leiter des Fachbereichs Familien, Soziales und Sport gerne einen Überblick. Er verwies unter anderem auf das Haus der Jugend und auf die zahlreichen Möglichkeiten durch Vereine. „Für Anregungen sind wir aber immer offen“, betonte er und erinnerte die Schülerinnen und Schüler an die erst kürzlich durchgeführte Zukunftswerkstatt: „Wenn wir wissen, was Sie möchten und es liegt in unseren Möglichkeiten, dann versuchen wir das auch umsetzen.“ Wichtig sei nur, dass die Stadt nicht selbst wirtschaftlich tätig werden dürfe. Beim Kulturangebot verwiesen Volker Kohlberger und Dr. Torsten Spillmann auf die zahlreichen Events, die der Kulturring und die TKS veranstalten. Außerdem machten sie auf die Internetplattform www.termine-wittgenstein.de aufmerksam, in der alle Veranstaltungen im Altkreis übersichtlich aufgeführt sind. „Aber auch hier gilt: Wenn Ihnen etwas fehlt, dann sagen Sie es uns. Wir geben Ihre Anregungen gerne an die TKS und den Kulturring weiter. Und dann kann man schauen, was machbar ist.“

Neben Zahlen, Daten und Fakten, etwa zur Bevölkerungs- oder Wohn- und Neubauflächenentwicklung erkundigten sich die Jugendlichen auch nach dem Gebäude- und Leerstandmanagement der Stadt, dem ÖPNV-Angebot und der ärztlichen Versorgung. Und wie sieht es in Sachen Wirtschaft in Bad Laasphe aus? Dr. Torsten Spillmann machte keinen Hehl daraus, dass man mit den geringen Gewerbesteuereinnahmen nicht auf Rosen gebettet sei, betonte aber auch, dass sich Bad Laasphe, was die Höhe des Hebesatzes angeht, nicht zu den anderen Wittgensteiner Kommunen unterscheide. Positiv bewertete er die geringe Arbeitslosenlosenquote und den guten, familiengeführten Mittelstand. Viele Unternehmer wollten expandieren, Gewerbeflächen seien kaum noch frei. Der Verwaltungschef ist davon überzeugt, dass Bad Laasphe ein attraktiver Ort für Arbeitnehmer und vor allem für junge Familien ist, was er nicht zuletzt auf die große und gut funktionierende Kindergarten- und Schullandschaft zurückführt.

Stichwort Tourismus und Verkehr: „Gibt es Radwegekonzepte für die Kernstadt?“, wollten die Gymnasiasten unter anderem wissen. Dr. Torsten Spillmann verwies auf die aktuelle Überplanung der B 62 seitens des Landesbetriebs Straßen.NRW. Bei der werde auch der Radverkehr genau untersucht. Man sei sich bewusst, dass die Bundesstraße das Nadelöhr der Stadt sei und es aufgrund der Enge nicht einfach werde, die Verkehrs-, Radverkehrs- und Fußgängerführung nebeneinander zu installieren. „Deshalb gibt es bereits Überlegungen, eine Radwanderbrücke über die Lahn zu bauen, um den Radfahrern die Möglichkeit zu bieten, die Bundesstraße vom Wilhelmsplatz bis zum Bahnhof zu umfahren. Doch wir müssen erst die Planungen abwarten“, so der Bürgermeister. 

Nach eineinhalb Stunden waren alle Fragen beantwortet. Andreas Glink bedankte sich bei Dr. Torsten Spillmann und Volker Kohlberger für die Einladung zur Fragestunde. „Wir hätten nicht damit gerechnet, dass das möglich ist, geschweige denn uns getraut, danach zu fragen“, gab der Pädagoge zu. Die Schüler werden die Fragebögen nun auswerten. Ihre Ergebnisse wollen sie der Stadtverwaltung zur Verfügung stellen.

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