„Gute Grundlage für weitere Arbeit“: Über 200 Stimmabgaben zur angedachten Radwanderbrücke 

„Es ist toll, dass sich viele unserer Bürgerinnen und Bürger an der Abstimmung beteiligt haben. Mit ihrem Feedback haben wir jetzt eine gute Grundlage für unsere weitere Arbeit in Sachen Radwanderbrücke über die Lahn in der Kernstadt“, resümiert Bad Laasphes Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann zufrieden. Zahlreiche Bad Laaspherinnen und Bad Laaspher haben in den letzten Wochen die Gelegenheit genutzt, sich die sieben unterschiedlichen Brückenmodelle, die Architekturstudierende der Universität Siegen entworfen hatten, im Haus des Gastes anzusehen und per Stimmzettel mitzuteilen, welches ihnen am besten gefällt. Die Auswertung zeigte: die Urteile der Bürgerschaft und der Jury liegen gar nicht so weit auseinander. 

Die meisten Teilnehmer favorisieren die von Jan Weyand und Mohammed Mahmud konzipierte Bogenbrücke mit zweigeteilter Wegeleitung, die aus der Vogelperspektive an einen Fisch erinnert. 57 der insgesamt 214 abgegebenen Stimmen entfielen auf diesen Entwurf, der in der Jurywertung auf Platz 3 kam. Wie aus den weiteren Anmerkungen hervorgeht, war es neben dem „witzigen und zu Bad Laasphe passenden Fisch-Design“ vor allem die Trennung von Rad- und Fußweg, die die Bürgerinnen und Bürger in diesem Fall überzeugte. 

Mit 47 Stimmen auf den zweiten Platz schaffte es das Modell einer abgehängten Bogenbrücke, deren Haupttragwerk aus symmetrisch angeordneten Schotten besteht und deren geschwungene Wegführung an die Schwimmbewegung eines Lachses erinnern soll. 

 Auf Platz drei wählten die Teilnehmer mit 32 Stimmen den Favoriten der Jury – das Modell von Nicole Gerlach und Vanessa True. Ihre geradlinige Fachwerkbrücke aus Holz und Stahl zeichnet sich durch große, offene Gefache und ein filigranes Geländer aus, was das Gefühl des „Hinüberschwebens“ über den Fluss vermitteln soll. Zwei Abspannseile an jedem Ende dienen als Eingangsportale. Der Entwurf orientiert sich an bereits bestehenden Brückenbauwerken in Bad Laasphe. Viele der Bürgerinnen und Bürger waren sich einig, dass dieses Modell „am besten zur Lahnstadt passt“. 

Neben der Optik waren für die Teilnehmer bei der Abstimmung aber auch noch andere Faktoren entscheidend, etwa die Beibehaltung des jetzigen Flusslaufes oder die Finanzierbarkeit sowie die Langlebigkeit des Bauwerks. „Kein Holz verwenden, besser etwas Langlebiges (Stahl etc.)“ lautete etwa eine Anmerkung, „Als beste Lösung würde ich eine verzinkte Stahlkonstruktion mit Gitterrosten, befahr- und begehbar, bezeichnen“ eine andere.

„Die Anregungen und das Votum werden nun genauso in die weiteren Überlegungen einfließen wie die Jurybewertung. An dieser Stelle nochmal ein ganz großes Dankeschön an alle Beteiligten, an die Uni Siegen und die Studierenden, die Jurymitglieder und die Bürgerinnen und Bürger, die mitgemacht haben“, sagt Dr. Torsten Spillmann.

Als nächstes wird es darum gehen, abzuklären, inwieweit die favorisierten Brückenentwürfe in Bad Laasphe umgesetzt werden können, welche Modifizierungen bzw. Anpassungen für einen Bau notwendig wären und welche Materialien Verwendung finden sollen, um einen Kostenrahmen abzustecken sowie Möglichkeiten der Förderung auszuloten, die Voraussetzung für eine Errichtung wären.

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