Schnelles Netz für erste Orte im Oberen Lahntal und im Kernstadtbereich

Der Breitbandausbau in Bad Laasphe läuft auf vollen Touren. Viele Bürgerinnen und Bürger im Oberen
Lahntal und im Stadtbereich verfügen nun über Anschlüsse an das schnelle Internet. Landrat Andreas
Müller, Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann sowie Vertreter von innogy Westenergie und Westnetz
stellten das neue Breitbandnetz vor. Über 2100 Adressen in den Orten des Oberen Lahntals sowie im
Stadtbereich Bad Laasphe wurden an die schnelle Datenautobahn angeschlossen und werden jetzt mit
Internetgeschwindigkeiten von bis zu 250 Megabit pro Sekunde versorgt.

Bad Laasphe mit seinen Ortschaften profitiert vom geförderten Ausbauverfahren der Kreisverwaltung
Siegen-Wittgenstein. „Der flächendeckende Ausbau des schnellen Internets war eines unserer ganz
zentralen Infrastrukturprojekte der vergangenen Jahre“, sagt Landrat Andreas Müller: „Es ist schön zu
sehen, dass wir es jetzt fast geschafft haben und beinahe alle Haushalte in Siegen-Wittgenstein einen
Breitbandanschluss nutzen können. Die Zeiten, als man sich in Familien gestritten hat, wer denn nun
gerade surfen durfte, weil online spielen und einen Film streamen gleichzeitig völlig unmöglich war, sind
jetzt vorbei. Lediglich zwei Prozent der Haushalte im Kreisgebiet sind noch nicht angeschlossen. Aber
auch daran arbeiten wir.“

Bürgermeister Dr. Spillmann freut sich über den Breitbandausbau und sagt: „Leistungsfähige
Internetverbindungen sind heute ein zentraler Standortfaktor sowohl für Familien als auch für
Gewerbetreibende und Industrie. Und gleichzeitig erhöhen wir die Attraktivität in Bad Laasphe als Wohnund
Gewerbestandort nachhaltig.“ Peter Imhäuser, innogy Westenergie Kommunalmanager, ergänzt: „Als
Partner der Kommunen treiben wir neben der Strom- und Gasversorgung auch die Breitbandversorgung
im Kreis weiter voran.“

In Zusammenarbeit mit Kreis- und Stadtverwaltung hat Westnetz, Verteilnetzbetreiber der innogy
Westenergie, die Infrastruktur für das schnelle Internet geschaffen. Philipp Greb, Westnetz-Projektplaner,
benennt die aktuellen Ausbauzahlen für den Kreis Siegen-Wittgenstein: So wurden seit Projektstart rund
242 Kilometer Leerrohre für die Glasfaserkabel gelegt sowie 75 Multifunktionsgehäuse und 65
Kabelverteilerschränke für das schnelle Netz angeschlossen.

Etwa 2100 FTTC-Adressen bzw. Wohneinheiten in der Stadt Bad Laasphe und seinen Ortsteilen
Amtshausen, Bermershausen, Feudingen, Niederlaasphe, Oberndorf, Rüppershausen, Rückershausen,
Saßmannshausen und Volkholz sind ab sofort an die schnelle Datenautobahn angebunden. Ergänzend
dazu werden in den kommenden Wochen sukzessive die Direktglasfaseranschlüsse (FTTH) in Betrieb
genommen. Diejenigen Bürger, die bereits ein schnelles Breitbandprodukt bestellt haben, haben nach
Fertigstellung der Netze ein Begrüßungsschreiben mit der Angabe des genauen Wechseltermins erhalten.

Der Aufbau der Glasfaserinfrastruktur für das FTTH-Netz findet zurzeit in Oberndorf und Rückershausen
statt und wird im Anschluss in Steinbach und Holzhausen weitergeführt. In der Kernstadt sind die ersten
FTTH-Anschlüsse bereits in Betrieb bzw. aktuell laufen hier noch abschließende Aktivierungsmaßnahmen,
um die Glasfaserstrecken zu „beleuchten“. Soll heißen, dass auch hier in Kürze ein Datenaustausch per
Highspeed erfolgen kann. Das Schloss Wittgenstein hat bereits einen Glasfaser-Hausanschluss erhalten.

Hintergrund:

Beim so genannten FTTC-Ausbau („Fibre-To-The-Curb“ = Glasfaser bis zum Bordstein bzw. bis in den Ort) werden die Glasfaseranschlüsse bis in die neuen Multifunktionsgehäusen (MFG) gelegt und von dort mittels Kupferkabeln mit den Hausanschlüssen verbunden. Physikalisch gesehen passiert im MFG Folgendes: Die optischen (Licht)Signale werden in elektrische Signale umgesetzt und gleichzeitig kommt das Vectoring-Verfahren zum Einsatz, das die elektromagnetischen Störungen unterdrückt, um per Kupferkabel und Telefon-Anschluss schnelles Internet zu gewährleisten.

Der FTTH-Ausbau („fibre-to-the-home”) hingegen garantiert einen direkten Glasfaseranschluss bis ins Haus. Dabei wird die Glasfaser aus einem POP („point of presence“) über einen Glasfaserverteilerschrank (GVS) ins Gebäude geführt. Dadurch können auch zukunftsfähig große Datenmengen bis zum Endkunden transportiert werden.

(Textquelle: Westnetz)

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