Coronavirus: Bad Laaspher Verwaltung ordnet weitere Maßnahmen an

Wie derzeit überall hat das Coronavirus auch in Bad Laasphe weitere Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben. Im gesamten Stadtgebiet bleiben ab sofort bis zum 19. April alle öffentlichen Gebäude geschlossen. Das hat Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann am Montagmorgen, 16. März, nach einer Sitzung des kommunalen Stabs für außergewöhnliche Ereignisse (SaE) verfügt. Betroffen sind das Haus des Gastes (inklusive Touristinformation und TKS), das Haus der Jugend, die Bibliotheken, die Volkshalle in Feudingen sowie sämtliche Dorfgemeinschaftshäuser.

Bereits am Wochenende hatte die Landesregierung Nordrhein-Westfalens durch entsprechende Erlasse angeordnet, dass bis zum 19. April landesweit alle Bildungseinrichtungen und Kitas sowie Bars, Clubs, Diskotheken, Theater, Kinos, Museen, Fitnessstudios, Schwimmbäder und Saunen bis auf weiteres ihren Betrieb einzustellen haben. Auch Zusammenkünfte in Sportvereinen, Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie in Spielhallen, Spielbanken und Wettbüros sind mit sofortiger Wirkung untersagt, ebenso alle öffentlichen Veranstaltungen, die nicht der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung bzw. der Daseinsvorsorge oder Versorgung der Bevölkerung (Wochenmärkte) dienen. Für Restaurants, Gaststätten und Hotels gibt es strenge Auflagen.

„Wir sind uns bewusst, dass die heute getroffene Entscheidung, all unsere öffentlichen Gebäude zu schließen, in Verbindung mit den Erlassen der Landesregierung, die uns zurzeit quasi täglich erreichen, massive Einschränkungen für uns alle bedeuten. Jedoch sind sie dringend notwendig, um die Verbreitung des Virus so gut es geht einzudämmen bzw. zu verlangsamen – nicht zuletzt, damit unser Gesundheitssystem diese zusätzliche Belastung weiterhin tragen kann“, kommentiert Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann die Situation.

Für die Friedhofshallen gibt es eine Sonderregelung: Sie werden im dringenden Bedarfsfall, also bei einer unaufschiebbaren Beerdigung, unter hohen Hygieneauflagen geöffnet. Ausnahme ist das Banfetal: Hier hat die Kirchengemeinde bereits entschieden, Trauerfeiern nur noch unter freiem Himmel am Grab abzuhalten. „Ebenso haben die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatzfall selbstverständlich weiterhin Zutritt zu den Feuerwehrgerätehäusern“, erklärt Dr. Spillmann.

Rathaus bleibt geöffnet – Bürger werden gebeten, auf Telefon und E-Mail zurückzugreifen

Das Rathaus bleibt als wichtige Anlaufstelle grundsätzlich geöffnet. „Natürlich ist die Verwaltung auch in dieser Zeit für die Bad Laaspherinnen und Bad Laaspher da. Doch zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben wir diverse Vorkehrungen getroffen“, klärt der Bürgermeister auf. So gibt es am Eingang ab sofort eine Schleuse mit Zugangskontrollen, bei der die Namen der Besucher erfasst werden. Besucher erhalten nur einzeln, bei absoluter Notwendigkeit und nach vorheriger Anmeldung (telefonisch oder per E-Mail) Zutritt zum Rathaus. „Generell möchten wir unsere Bürgerinnen und Bürger bitten, bei Fragen oder Anliegen auf das Telefon oder die E-Mail zurückzugreifen. Vieles lässt sich auch schon über diese Kanäle regeln“, sagt Dr. Spillmann. Die Zentrale des Rathauses ist unter der Nummer 02752/909-0 erreichbar, eine Liste mit den Durchwahlen und E-Mail-Adressen der Ansprechpartner findet sich hier.

Trauungen, die nicht mehr verschoben werden können, werden durchgeführt. Die Verwaltung bittet aber um Verständnis, dass zur Verminderung des Infektionsrisikos bis auf weiteres nur noch das Brautpaar und die Trauzeugen zugelassen werden. 

Rats- und Ausschusssitzungen bis 19. April werden ausgesetzt

Auch auf die politische Arbeit in der Lahnstadt hat das Virus Auswirkungen. Alle Sitzungen bis zum 19. April werden ausgesetzt. Konkret heißt das, dass der für den 24. März angesetzte Betriebsausschuss und die für den 30. März geplanten Sitzungen des Hauptausschusses und des Rates ausfallen. „Wenn eine Entscheidung bzw. ein Beschluss unaufschiebbar ist, werden wir darüber informieren und die Möglichkeit einer Dringlichkeitsentscheidung prüfen“, führt Dr. Spillmann weiter aus.

Der Verwaltungschef betont noch einmal die Wichtigkeit des umsichtigen Handelns: „Viel wurde in den letzten Tagen angeordnet und in die Wege geleitet. Der Erfolg all dieser Maßnahmen steht und fällt jedoch mit dem Verhalten eines jeden Einzelnen. Sicherlich sind die Einschränkungen derzeit alles andere als schön. Aber wenn sich jeder an die Vorgaben hält und auch im privaten Umfeld fürsorglich handelt, beispielsweise Feiern oder Treffen mit Familie und Freunden meidet, sofern es möglich ist, dann haben wir die Chance, die Ausbreitung einzudämmen bzw. zu verlangsamen. Wir sind jetzt alle gefragt, Verantwortung zu übernehmen. Dieser Krise können wir nur gemeinsam begegnen.“ 

Gleichzeitig bedankt er sich bei allen, die das bereits tun, indem sie beispielsweise Veranstaltungen absagen, Verständnis für Terminausfälle zeigen oder anderen Personen Hilfe, etwa beim Einkauf, anbieten. „Das ist großartig und zeigt, dass die sich Menschen hier in Bad Laasphe noch umeinander kümmern. Ein besseres Signal nach außen kann es gar nicht geben.“

Corona-Hotline für Bürger eingerichtet 

Für Personen, die Fragen zu den Auswirkungen des Coronavirus haben oder Hilfe benötigen, hat die Stadtverwaltung ab sofort auch eine spezielle Hotline eingerichtet, die während der regulären Öffnungszeiten des Rathauses (Mo. bis Fr.: 8.30 bis 12 Uhr, Mo. bis Mi.: 13.30 bis 15.30 Uhr, Do.: 13.30 bis 17.30 Uhr) besetzt ist. Die Nummer lautet: 02752/909-153. 

Allgemeinverfügung der Stadt Bad Laasphe

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